Bericht zur Ausgangssituation und dem derzeitigen Stand der Übungsvorbereitung

ABCFFD 2017 Grenzüberschreitende Waldbrandübung im Dreiländereck Österreich – Deutschland – Tschechien

Das Dreiländereckgebiet Österreich – Deutschland – Tschechien ist ein sehr dicht bewaldetes Gebiet, das touristisch intensiv genutzt wird. Durch den Dreisesselberg, den Plöckensteinersee, und den Nordwaldkammweg sind in den Sommermonaten viele Wanderer und Mountainbiker unterwegs. Aufgrund des hohen Totholzaufkommens vor allem auf tschechischer Seite durch den Käferbefall nach dem Sturm Kyrill, entstanden große Lücken in der geschlossenen Walddecke, die den Waldboden nach einer längeren Trockenperiode rasch austrocknen lassen. Dieser Umstand und die intensive touristische Nutzung führen in den Sommermonaten zu einer stark erhöhten Waldbrandgefahr.

Aufgrund des unwegsamen Geländes, der schlechten Wasserversorgung, der Sprachbarriere mit den tschechischen Kameraden und nicht kompatibler Kommunikationsmittel wurde die Idee einer grenzüberschreitenden Waldbrandübung geboren und 2016 mit den Vorbereitungen begonnen.

Einer der Übungsschwerpunkte ist die länderübergreifende Zusammenarbeit der Feuerwehreinheiten und anderer Einsatzorganisationen sowie der zuständigen Behörden und Grundeigentümer im Zuge eines großflächigen Waldbrandes. Wie richtig und wichtig eine derartige Übung in diesem Gebiet ist, zeigt ein Garagenbrand am Dreisesselberg. Die Garage befindet sich sowohl auf deutschem, als auch auf tschechischem Hoheitsgebiet, ist aber aus Tschechien nicht erreichbar.



Bildquelle: Google

Da im Umkreis von mehreren Kilometern kein Löschwasser zur Verfügung steht, wurde von den deutschen Feuerwehren das Löschwasser im Pendelverkehr herbeigeschafft. Einziges Glück dabei war, dass der Brand im Winter (während der Planungsarbeiten für diese Übung) ausgebrochen ist.

Lesen Sie hier weiter den ausführlichen Bericht:

Bericht zur Ausgangssituation

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Erkundungsflug über Übungsgebiet

Překlad 

Nach unsicheren Wetterberichten fand am 4. April um 13.00 Uhr plangemäß ein  Erkundungsflug im Übungsgelände (im AUT-DEU-CZE Luftraum) statt. Pilotiert wurde die AB 212 des Österr. Bundesheeres von keinem Geringeren als dem Kommandanten der Luftunterstützungsbrigade Brigadier Andreas Putz und Oberst Hannes Mittermair.
Der Stellvertretende Kommandant  der Luftunterstützungsbrigade und zgl. militärischer Übungsleiter Oberst Georg Klecatsky  und die beiden Übungskoordinatoren aus Bayern und Österreich KBR Norbert Süß und BR Günther Gierlinger konnten im Rahmen dieses Erkundungsfluges die bisherigen Planungen weiter abstimmen und detaillieren.
Entsprechende Ünterstützung im Rahmen dieser Erkundung leistete Hofrat Mag. Valentin Pühringer (BH Rohrbach), DI Mag. Johannes Wohlmacher (Stift Schlägl), Bürgermeister Mag. Michael Leitner u. HBI Günther Sommer.
Vom militär. Übungsleiter wurden die erforderlichen Maßnahmen zur Erwirkung eines grenzüberschreitenden Flugbeschränkungsgebietes über dem Übungsgelände bereits eingeleitet. Auch die für die Übung erforderlichen Überflugsgenehmigungen (Diplomatic Clearance) für österreichische Militärluftfahrzeuge über ausländisches Staatsgebiet werden über die hierfür vorgesehenen diplomatischen Verfahren abgewickelt.
Bildquelle: KBI FRG

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Länderübergreifende Katastrophenschutzübung Deutschland-Österreich-Tschechien 2017

 

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